Ich bin Maler und möchte Euch malen, so wie Ihr hier seid; wollt Ihr morgen zu mir kommen? (S. 242).

»Darf Piccolo mit?« fragte schüchtern Beppo, und Heinrich Quandt erwiderte:

»Freilich, um Deinen Piccolo ist mir's gerade so zu thun, wie um Dich selber; also, willst Du kommen?«

»Ja Herr, gerne, wenn ich weiß, wohin.«

Der Maler nannte ihm seine Adresse und wandte sich dann an Sisto, an dessen prächtigem Kopfe ihm ganz besonders gelegen war. Er wußte nicht recht, wie er diesem beikommen sollte, denn sein feiner Anzug führte ihn einigermaßen irre.

»Und wie ist's mit Dir – mit Euch,« verbesserte er sich, »kleiner Signor?«

»O ich bin kein Signor, ich bin so arm wie Beppo, und wenn ich eine bessere Jacke habe, so verdanke ich sie dem guten Monsignore Parelli, der mich als Diener in sein Haus genommen hat. Wenn er erlaubt, daß ich zu Euch komme, Signor, so thue ich's gerne.«

»Wie, der Bischof Parelli ist Dein Herr? Derselbe, welcher in der Via di Governo wohnt? Den kenne ich, und er mich auch. Hier, nimm diese Karte mit und erzähle ihm meinen Wunsch, dann läßt er Dich gewiß kommen. Sag' ihm auch, daß ich nicht versäumen würde, ihm meinen Besuch zu machen. Also morgen, ihr Burschen - auf Wiedersehen!«

Heinrich Quandt drückte Beppo auf Abschlag ein Geldstück in die Hand, erkundigte sich dann nach dem Speisehause, welches er suchte, und ging mit Friederike weiter.