Er drehte sich um und schickte sich an, nach der Freitreppe zu gehen, aber einer der Bedienten trat ihm in den Weg:

»Hoho, Freund – so schnell geht das nicht! Erst müssen wir Euch melden!«

»Melden? Hahaha, mich? Na meinethalben, meldet mich: Gaetano Vergani aus der Chiana di Sorrento! Sie wird sich freuen, mich wiederzusehen, das dürft Ihr glauben, Sie wird sich freuen! Hahaha!«

Der alte Bursche war offenbar nicht ganz nüchtern, und die Diener hatten Bedenken, ihn zu der Dame zu führen.

Der Koch aber sprach:

»Laßt ihn Sisto anmelden! Die Signora kann ihn ja nach Belieben empfangen oder abweisen!«

Und so geschah's, und während Beppo unten im Hofe erzählte, daß Gaetano ein weitläufiger Vetter sei, den er mit seinem Vater vor zwei Jahren im Neapolitanischen besucht hatte, wo er ein kleines Gütchen besaß, stieg der Bauer mit seinem jungen Begleiter die breite Treppe hinauf, über deren Marmor ein bunter Teppich lief, und er sah sich überall mit neugierigen großen Augen um.

»Hm, ich meine, sie wohnt hier recht hübsch, hübscher als wir bei Sorrent.«

»Dafür ist sie auch die Verwandte des hochwürdigsten Herrn Bischofs!« sagte Sisto.

Der Bauer pfiff durch die Zähne, blieb einen Augenblick stehen, legte den Zeigefinger an die Nase, und sagte: