»Ich freue mich sehr, dich zu sehen,« sage ich achselzuckend. »Aber ich bin erstaunt … Du erscheinst hier so plötzlich wie vom Himmel gefallen. Warum bist du denn eigentlich hier?«
»Ich? Nun, ohne besonderen Anlaß … Ich habe mich einfach aufgesetzt und bin hergefahren.«
Stillschweigen. Auf einmal steht sie mit einer raschen, heftigen Bewegung auf und tritt auf mich zu.
»Nikolai Stepanowitsch!« sagt sie; sie ist ganz blaß geworden und drückt die Hände gegen die Brust. »Nikolai Stepanowitsch! Ich kann so nicht mehr weiterleben! Ich kann es nicht! Um Gottes willen, sagen Sie mir schnell, augenblicklich: was soll ich tun? Sagen Sie mir: was soll ich tun?«
»Was kann ich dir sagen?« erwidere ich verwundert. »Ich kann dir nichts sagen.«
»Sagen Sie es mir doch, ich flehe Sie an!« fährt sie, schwer atmend und am ganzen Leibe zitternd, fort. »Ich schwöre Ihnen, daß ich so nicht weiterleben kann! Meine Kraft ist zu Ende!«
Sie fällt auf einen Stuhl nieder und beginnt zu schluchzen. Sie hat den Kopf zurückgeworfen, ringt die Hände und stampft mit den Füßen; der Hut ist ihr vom Kopfe gefallen und schaukelt am Gummibande; das Haar ist ihr in Unordnung geraten.
»Helfen Sie mir! Helfen Sie mir!« fleht sie. »Ich kann nicht mehr!«