Knut wandte sich jäh und trat dicht vor den Bruder. Der Lichtschein traf gerade die beiden Köpfe.

Jetzt war die Ähnlichkeit eine auffallende, wie sie sich beide mit seltsam gespannten Zügen ansahen. Allen fiel sie auf.

Wem ich nicht traue, ist meine Sache. Die Henning betritt nicht mehr unser Haus. Richte dich danach.‟

„Das werde ich auch, verlaß dich darauf!‟

Lars verließ mit einem herausfordernden Blick über die ganze Versammlung die Stube.

Als die Leute sich verzogen — man wollte nicht mehr in die Stimmung kommen, das fremde Arom der Nizam erfüllte noch immer die Stube — trat Mutter Götrek in das Freie und rief nach Lars. Keine Antwort. Der Junge gefiel ihr nicht. Gewiß war er den Hennings nachgegangen. Sie bat Knut, ihn zu suchen.

Ein rauher Wind blies von Westen und jagte graues schweres Gewölk von der See her, deren weiße Wogenkämme in der Ferne blitzten.

Knut ging schweren Schrittes dem Hause Hennings zu.

Wenn er ihn erwischte, ging's ihm schlecht. Er haßte diese Liebeleien, heute mehr wie je. Von so ein paar schwarzen Augen sich den Kopf verdrehen lassen! Da stand er schon vor dem Hause.

Er schlich näher, stieg auf die Bank vor der Thüre und blickte hinein.