Lars starrte atemlos darauf. In wenig Minuten erlosch mit einem Schlage das Feuer. Es bot sich ihm keine weitere Nahrung in dem alten Gemäuer. Schwarz, drohend lag es wieder da in der jetzt nebelfreien Nacht, — und auch Knuts drohendes Antlitz war wieder verschwunden.

Wenn er doch recht hätte mit dem Unglück, — wenn sie wirklich eine Hexe wäre?

Er kroch in das Bett. Eine süße — liebe Hexe — ja, das war sie — eine liebe Hexe —


III

Der Winter war ausnehmend mild, der Eisgürtel, der sich um die Insel gelegt, riß immer wieder und ließ die freie See herüberblitzen. Oft lag wochenlang kein Schnee, und die Hallig machte Miene, neu zu grünen im warmen Sonnenschein.

Doch diese launische Milde der Natur änderte nichts an den harten, knorrigen Menschen, welche gewohnt waren, eher eine neue Tücke dahinter zu vermuten.

Es war derselbe ernste, traurige Halliger Winter, der sich zwischen den engen Stuben und dem Predigerhaus abspielte.

Von der indischen Hexe war gar nichts zu sehen und zu hören, aber um so mehr gab es drüber zu munkeln und zu deuteln. Da brauchte man sein Auge ja nur auf die Götreks zu richten.

Nichts stimmte mehr in dem ganzen Hause, seit das Teufelskind die Diele betreten.