Und daß er der Einzige war, der das Seltsame so recht begriff, daß ganz P... that, als habe sich gar nichts Besonderes ereignet in den letzten Tagen, daß keine Spur von Neugierde, Spannung sich zeigte, daß der Knut ihn anknurrte: „Was kümmert's mich! Ich sehe das Wundertier noch früh genug!‟ Alles das freute nur den Lars. So ging es ihm ja immer, mit allem, er war eben ein ganz Besonderer — und das Besondere war darum auch nur für ihn.

Lars saß auf der Ofenbank und wartete.

Zuerst kamen die beiden Wittrichs, zwei Prachtmädels, besonders Grete, die jüngere. Er sah sie sonst gerne, es plauderte sich von allen am besten mit ihr, und ihr Lachen klang ganz anders, als man sonst in P... gewohnt war.

Heute beachtete er sie kaum. Über was sie alles zu schwatzen begann! Über das albernste, gewöhnlichste Zeug, über den Markt zu Wyk, über das Wetter, über den und jenen, über die und die — nur über das eine kein Wort, das einzige, das von ihm so sehnsüchtig erwartete, das ganz besondere — da hatte man es wieder! Ist das ein dummes Volk! Wie er nur darunter kam!

Und andere kamen, Mädchen und Männer, Alt und Jung, und alle machten es so, keines nannte den Namen, auf den er lauerte — auch die Mutter nicht.

Zuerst erzürnte er sich über diesen Stumpfsinn; dann aber freute er sich, war er ganz stolz darauf. Sollte er selbst davon anfangen? Oder abwarten? Es litt ihn nicht länger.

„Habt ihr die Hennings schon gesehen?‟ fragte er plötzlich.

„Die Hennings haben wir schon gesehen,‟ meinte Grete mit spitziger Zunge, „nur die Hennings nicht, die du meinst, Lars. Ist überhaupt gar keine Henning, laß dir was weismachen. Weiß Gott, wo er sie aufgegabelt!‟

„Wär' noch schöner, so ein schwarzes Ding in die Gemeinde bekommen,‟ bemerkte die Schwester.

„Schwarz?‟ Lars sprang von seinem Sitze auf. „Wirklich ganz schwarz? Hast du sie denn gesehen?‟