„Alle Wilden sind schwarz,‟ erwiderte das Mädchen.
Allgemeines Gelächter.
„Ist ja gar keine Wilde, eine Indierin ist sie,‟ erklärte ärgerlich Lars, „und von nun an als Hennings Tochter eine P... Da ist nichts daran zu ändern.‟
„Na, na, eine P...‟, meinte die alte Götrek, „das wollen wir doch mal abwarten. So rasch geht das nicht, mein Junge! Da muß zuerst bewiesen sein, daß sie wirklich Hennings ehelich Kind. Vor allem aber, daß sie eine Christin ist —‟
„Nun, wenn sie es nicht ist, kann sie es ja werden,‟ meinte Lars lachend, „das hat der Pastor rasch. Ehelich Kind! Da mußt du den Henning selber fragen. Da drüben in Indien wird wohl etwas rascher gefreit, als in unserem Nebelland.‟
„Und das gefiel dem Herrn Lars wohl, das rasche Freien,‟ meinte boshaft ein altes Mütterchen.
„Weiß man denn eigentlich etwas Näheres über die Geschichte mit dem Henning und seiner Tochter?‟ fragte einer der Männer.
„Alles weiß ich,‟ erklärte Lars voll des Eifers, „der junge Märtens hat es mir erzählt, gestern in Wyk, sein Vater ist Steuermann auf dem ‚Cyklop‛, der vorige Woche den Hennings brachte.‟
Man rückte näher, ließ das Rädchen stehen, nahm die Pfeifen aus dem Munde.
Lars kribbelte es in allen Knochen vor Erzählerlust.