An Wurfnetzen gebraucht man, nach der Grösse der zu fangenden Fische, drei verschiedene Arten. Sie bestehen aus einem runden Netz, das rings herum eine Kette aus Zinn oder Eisen (awit tite̱ = Eisenkette) trägt; letztere wird am liebsten aus grossen Nägeln, die man durch Klopfen in Kettenglieder verwandelt, hergestellt.

Die Netze für kleine Fische (djala se̥luwang) haben 2½–4 qcm grosse Maschen und einen Durchmesser von 3–4 m; sie werden gegenwärtig meist aus eingeführtem, grobem Strickgarn verfertigt.

Für grössere Fische gebraucht man Netze mit 4–9 qcm grossen Maschen und einem Durchmesser von 5–6 m. Die Netze werden aus den zu einer Schnur gedrehten Fasern der Liane aka te̥ngāng hergestellt. Die grossen Wurfnetze, deren Durchmesser bis zu 8 m beträgt, haben bis zu 16 qcm grosse Maschen; sie bestehen aus den gleichen Lianenfasern wie die kleineren Arten, nur verwendet man für sie dickere Schnüre.

Die Bahau imprägnieren ihre Netze nicht und verstehen sie nach dem Gebrauch vor Fäulnis nur durch Trocknen an der Sonne zu schützen.

Beim Auswerfen nimmt der Fischer das Netz über beide Arme und sucht es, durch drehende Bewegung, so ausgebreitet als möglich auf die Wasserfläche zu schleudern; die schwere, in zentrifugaler Richtung auseinander getriebene Kette bewirkt, dass das Netz flach niederfällt. Zum Herausziehen des Netzes dient eine im Mittelpunkt befestigte Schnur, während die Fische durch die am Boden schleifende Kette gefangen gehalten und mit heraufgezogen werden. Ist der Boden jedoch durch Gestein, Baumwurzeln und Zweige sehr uneben, so lässt der Fischer das Netz liegen, taucht unter und holt die Fische, aus Furcht, dass sie sonst entfliehen könnten, mit der Hand hervor. Bisweilen werden die Fische auch, bevor man das Netz über sie wirft, mit gekochtem Reis an eine bestimmte Stelle gelockt.

Das Auswerfen der Netze erfordert viel Kraft und Gewandtheit; um die grossen Netze gleichmässig niederfallen zu lassen, nimmt der Fischer den mittleren Teil oft in den Mund.

Ausser diesen sind auch lange Netze den Dahau bekannt; sie gebrauchen sie, um ein Flüsschen abzusperren, besonders beim Fischen mit Gift. Zugnetze jedoch sind ihnen unbekannt.

Landschaft am oberen Kapuas.

Beim Fischen mit dem se̥răpang ist, um die Fische anzulocken und sichtbar zu machen, Licht erforderlich. Der Fischer lässt sich nachts in aller Stille flussabwärts treiben und hält vorn im Boot das tapong hirui, das Brettchen, unter dem die Harzfackel (damat hirui) brennt, die ihm auf diese Weise nicht hinderlich wird. Am Brettchen ist, um es bequemer zu handhaben, ein Griff (tagin) angebracht. Sobald sich, vom Fackelschein angelockt, Fische zeigen, sucht sie der Fischer zu spiessen.