Die Leiche wird zuerst gewaschen, dann mit Blumen eingerieben und mit schönen Kleidern geschmückt.
Die Totenkleidung besteht aus weissem Kattun und wird mit schwarzen Arabesken und Menschen- und Tiergestalten verziert. Als Kopfbedeckung erhält der Tote eine altmodische Baumbastmütze. Den Schmuck, den die Kajan im Jenseits tragen wollen, wählen sie sich schon bei Lebzeiten aus; er ist in bezug auf Material und Arbeit von der besten Qualität. (Näheres über Totenkleidung siehe [Kap. VII]).
Zur Besänftigung der bösen Geister, die sich der Leiche des Verstorbenen bemächtigen könnten, versehen die Hinterbliebenen diese in liebevoller Sorgfalt mit Perlen. Nur die Reichen geben dem Toten alte Perlen mit, die Unbemittelteren begnügen sich mit neueren. Die Perlen haben, je nach dem Körperteil auf dem sie angebracht werden, verschiedene Namen:
kāli măta, 2 × 4 an ungedrehte Pflanzenfasern gereihte Perlen, werden auf jedes Auge gelegt.
kāli pro̱, eine Perle, die in die Kehle gesteckt wird.
kāli dje̥lă, eine Perle, die auf die Zunge gelegt wird.
kāli lo-ong, eine grössere Perle, die mitten auf den Leib gebunden wird.
usut usu, Perlen, die um die Finger gebunden werden.
te̥we̥l buwa ăwo̱ng to̱, eine Perle, die an jedem Daumen befestigt wird.
usut tudăk, 2 × 4 Perlen, die an jedes Bein gebunden werden.