Beim Anblick einer solchen bewaffneten Macht ward ich bestürzt und wußte nicht, was geschah; ein Sergeant ließ mich in den Wagen hinein und nahm an meiner Seite Platz, die beiden anderen Plätze nahmen zwei Korporale ein; ich sehe mich verständnislos um und frage mich, ob ich träume, ob man eine Komödie mit mir aufführen will?… Der Wagen setzt sich in Bewegung, hält an, fährt weiter, hält wieder an und rast dann im Galopp davon; neben mir und vor mir sehe ich die unbeweglichen, kalten Gesichter der Soldaten, deren Augen auf mich gerichtet sind und die schweigend die Gewehre zwischen den Knieen halten. Draußen sehe ich eine Abteilung Soldaten, die dem Wagen folgte.

Endlich ermanne ich mich, den Sergeanten zu fragen, wohin man mich führt.

»Das werden Sie später sehen; wir sind jetzt am Ziel.«

»Aber der Herr Hauptmann hat mir doch gesagt, ich würde heute früh in Freiheit gesetzt werden; wozu denn jetzt dieser Unsinn?«

»Der Herr Hauptmann hat Sie zum Besten gehabt,« antwortet lachend der Sergeant.

»Zum Besten gehabt!« rufe ich aus.

»Ja, er hat Sie zum Besten gehabt.«

Ich fange an nachzudenken, wo ich dies Wort schon einmal gehört habe, und ich erinnere mich, daß es der Karabiniere mir sagte, als ich in die Strafanstalt zu Neapel abgeführt wurde.

»Dies ist das zweite Mal,« denke ich, »daß man mich zum Besten hat, zum dritten Mal soll es bei Gott nicht geschehen!«

Bald darauf hielt der Wagen an, eine Stimme fragte: