»Wer ist da?«
»Ein Gefangener wird eingeliefert,« entgegnete eine andere Stimme.
Darauf entstand ein Fragen und Antworten, das ich nicht unterscheiden konnte; der Wagen setzt sich langsam in Bewegung, hält an; der Schlag wird geöffnet und ich werde mit unfreundlicher Stimme zum Aussteigen aufgefordert.
Ich steige aus und werde unter Bedeckung ins Gefängnis geführt, ein Sergeant trägt meinen Namen und mein Signalement in ein Register ein.
»Sie sind der thätlichen Insubordination angeklagt, begriffen?«
»Sehr wohl, aber gestern und heute Nacht habe ich es nicht begriffen!«
»Schweigen Sie, und schwatzen Sie nicht,« sagte der Sergeant wütend.
Die Soldaten von meinem Regiment zogen ab, ohne mich eines Blickes zu würdigen.
Man führte mich in meine Zelle, ein großes Zimmer zu ebener Erde in der Festung Abasso, hier war auch das Militärgericht. In diesem Zimmer befanden sich etwa zwanzig Angeschuldigte von verschiedenen Waffengattungen.
Als ich den rohen, unwissenden Soldaten entrückt und unter Leidensgefährten war,[41] fühlte ich mich von einer schweren Last befreit, ich überblickte meine kritische Position und zermarterte mir das Gehirn, weshalb Signor Pietropaolo und der Hauptmann bei seinem nächtlichen Besuch mir gesagt haben könnten, daß ich befreit werden würde, während ich jetzt im Gegenteil geheimnisvoll ins Gefängnis gebracht wurde. Wozu diese elende Komödie. Schuftige, lügnerische Menschen, die dafür bezahlt werden, daß sie heucheln!… Wann wird man ihnen ihre von Bosheit befleckte Maske vom Gesicht reißen können?