»Herr Oberst, ich bin nicht gewöhnt, leicht zu versprechen, aber Ihnen verspreche ich, brav zu sein und meine Pflicht zu thun unter der Bedingung aber, daß ich nicht von meinen Vorgesetzten gereizt und daß ich nicht als Sklave, Dummkopf und Schweinehund behandelt werde, wie es die Korporale zu thun lieben.«
»Sehen Sie, Herr Hauptmann«, wandte sich der Oberst an meinen Vorgesetzten; »das heißt nicht kommandieren; die ganze Schuld liegt an den Unteroffizieren, das weiß ich; Sie müssen sie im Auge haben, überwachen und ermahnen. Über diesen Soldat wünsche ich täglich unterrichtet zu werden.«
Dann wendete er sich an mich.
»Haben Sie verstanden? Sie werden hier alle mögliche Rücksicht finden, aber für Ihre Verspätung müssen Sie eine leichte Strafe bekommen – einstweilen haben Sie bis auf weiteres Kasernenarrest.«
Der Hauptmann teilte seinen Untergebenen den Wunsch des Obersten mit, ich wollte mich gerade niedersetzen, um meiner Familie meinen neuen Aufenthaltsort zu schreiben, als ich in die Wachtstube gerufen wurde. Ich stelle mich dem dienstthuenden Lieutenant vor, der mir sagt:
»Der Herr Oberst hat befohlen, daß Sie in Arrest müssen.«
»Aber, Herr Lieutenant, ich habe nichts gethan, der Herr Oberst hat mir die Verspätung verziehen.«
Er zeigt mir eine schriftliche Ordre mit der eigenhändigen Unterschrift des Obersten, ich lese sie und sage:
»Es ist richtig, jeder Fehler verdient seine Strafe.«
Der diensthabende Sergeant führte mich in strengen Arrest ab; das Arrestlokal lag neben dem für einfachen Arrest bestimmten Raum.