»Und Sie könnten wollen, daß ich den Schlingen der Bosheit und Schändlichkeit zum Opfer falle? Muß ich erst diesen Zwitter S… zeugen lassen?«

»O, ich schaudere bei dem Gedanken, und eine schwarze eiserne Larve müßte unsere und der ganzen Armee Gesichter bedecken, wenn das geschehen sollte.«

»Seien Sie gerecht, nur um Gerechtigkeit, nicht um Gnade flehe ich, ich, der arme, unschuldige Mann, ich fordere von dem unerbittlichen Schwerte des Gesetzes, von den unbestechlichen Richtern, ein Urteil, das durch Argwöhnungen und betrügerische Verdächtigungen nicht beeinflußt ist – der Schuldige verlangt Gnade, Verzeihung, Erbarmen!«

»Machen Sie, in deren Hände das Gesetz gelegt ist, daß diese mit dem Banner Italiens geweihte Halle, die das Entsetzen der Bösen und ein Hort der Gerechten ist, nicht dem Betrug, der Fälschung eines verworfenen Schurken dienstbar werde.«[53]

»Genug M…, genug,« unterbrach mich der Präsident, »das Gesetz ist für alle gleich.«

Der Feldwebel V… wird gerufen und sagt aus:

»Ich hatte mit dem Gemeinen M… nichts zu thun gehabt, er war ein guter Untergebener, ich habe ihm mehrere Male Geld geliehen, das er mir später zurückgab, ich kann nicht begreifen, weshalb er mir den Brief hätte schreiben sollen.«

Der Korporal S… wird gerufen und sagt aus:

»Ich war mit M… sehr befreundet, er vertraute mir manches an, und dabei schimpfte er auf den Feldwebel V…«

»Weshalb that er das?« fragte der Präsident.