Guar… Signor Battista aus der Markgrafschaft Ligurien war ein vorzüglicher, edler Vorgesetzter, aus vornehmer Familie, von Haus aus reich, wegen einer unglücklichen Liebe war er ins Heer eingetreten und war zur Zeit Hauptmann.
Er war ein zärtlicher Vater den Soldaten gegenüber, menschenfreundlich, wohlwollend, human; er hatte eine Frau und zwei Söhne. – Die Strafkompagnie war eine Lust für uns: eine Stunde am Tage wurde exerziert und dann gespielt, gesungen, gescherzt, gelärmt – kurz, wir machten, was wir wollten.
Tags darauf sagten meine Bekannten zu mir:
»M…, nimm Dich in Acht, Dir wird es schlimm gehen.«
Es war für mich ein ewiges Hin- und Herschwanken – wie konnte ich das Leben fassen mit dem Gedanken, jeden Tag überfallen zu werden.
Endlich entschloß ich mich, der Sache ein Ende zu machen.
Am Abend saßen die Soldaten im Hof und plauderten in Gruppen oder spielten Ball, Dame und Domino oder promenierten hin und her – kurz, jeder war auf seine Weise beschäftigt.
Ich rief meinen Freund C… und ließ mir den Gir… zeigen, der hauptsächlich den Anschlag gegen mich angezettelt hatte.
Er führte mich unter einen Säulengang und zeigte mir einen langen hageren Soldaten, der in einer Zelle arbeitete. Ein kurzer schrecklicher Entschluß fuhr mir durch den Kopf, ich trat auf den Pfosten der Zelle und rief ihn heraus. Er kam, ich stellte mich vor ihn auf; die Rechte hielt hinter dem Rücken den Dolch bereit.
»Also Sie sind die Seele der Verschwörung gegen mich, Sie wollen mir ans Leben? Sie sind ein Schurke, wissen Sie das, rufen Sie Ihre Landsleute, damit ich denen dasselbe sagen kann!«