»Ettore, süßer Ettore, ich liebe dich wahnsinnig; ich möchte dich immer in meinen Armen halten, der schweigsame Offizier langweilt mich, ich liebe ihn nicht. Laß uns fliehen, Ettore, nach Verona; da können wir in Freiheit unser Glück genießen.«

»Nein süße Virginia, noch ist nicht die Zeit dazu … Wie schön Du bist, gieb mir einen Kuß!«

Er hörte ihre Küsse, und das Blut erstarrte ihm in den Adern.

Es wurde still, Seufzer und Küsse wechselten mit einander; G… blickt durch eine Spalte und sieht seine Virginia in wollüstiger Umarmung mit ihrem Geliebten.

Er eilt hinaus, klopft an die Thür seines Schlaf-Gemaches, niemand antwortet. Endlich ruft er:

»Mach' auf, Virginia, ich bin es, Dein Gatte.«

Die Thür wird geöffnet, Virginia erscheint und sagt:

»Wie, Du bist nicht fort?«

»Nein, ich wollte Deinen Ettore sehen!«

»Hier bin ich,« antwortete Ettore, eine Waffe in der Hand haltend. »Sie befehlen?«