»Cec…, Du giebst viel Geld für den Scar… aus, der ein Schwindler ist; mir, der ich Dein Bestes will, mißfällt das; es ist eine Schande, daß Du Dich von dem Heuchler ausbeuten läßt.«
»Weißt Du, M…, Du hast Recht; Scar… ist ein scheinheiliger Hund, er ist mir zwanzig Lire schuldig, die ich mir doch nicht aus dem Bein schneiden kann.«
»Was, ihm, der ärmer ist wie Hiob, hast Du zwanzig Lire geborgt, nun, heute Abend muß er sie Dir wieder geben.«
Am Abend waren wir wieder alle drei zusammen in einer Schenke: nachdem wir unser kärgliches Mahl verzehrt hatten, verlangte Cec… sein Geld; Scar… legte sich auf's Beteuern, daß er nichts habe, Cec… wurde wütend und das Ende vom Liede war eine große Schlägerei zwischen beiden, von der der Wirt den größten Schaden hatte, denn sein ganzes Geschirr, Flaschen und Gläser gingen in die Brüche. Als bittere Feinde schieden sie.
Nach zwei Tagen machte ich mich an Scar… heran und sagte:
»Ich will Dir ein Geheimnis mitteilen, das Dir sehr nützlich sein kann, aber verrate mich nicht.«
»Nein, M…, auf keinen Fall, Du bist ein guter Freund, der Cec… ist ein ungebildeter Hansnarr.«
»Cec… sagte mir, daß Du ihn angestachelt hättest zu sagen, daß Du gesehen hättest, wie Liur… die anonyme Anzeige gegen unsern Hauptmann geschrieben hatte; daß er …«
»Der Schändliche!« unterbrach er mich, »der Mörder, der Verräter; er hat mich verleitet, das zu sagen; ich wußte von nichts, ich habe nichts gesehen.«
»Nun schön, Scar…, höre mich an und unterbrich mich nicht: Cec… sagte, daß Du die direkte Ursache von Liur…'s Ruin bist, wenn das die Richter wüßten, würde es Dir schlecht ergehen, und er teilte mir mit, daß er vor Gericht aussagen will, daß Du ihn zu der falschen Beschuldigung verführt hättest.«