»Ganz im Gegenteil, der Verräter hat mich verführt, er hat den armen Liur… ruiniert.«

Während ich mit Scar… sprach, beobachtete Cec… uns von weitem und verzehrte sich vor Neugier, und als wir uns endlich trennten, eilte er zu mir heran und fragte, was wir miteinander gehabt hätten.

»Scar… hat mir einen Brief gezeigt und vorgelesen«, sagte ich, »den er dem Verteidiger Liur…'s schicken will, in dem er seine erste Aussage widerruft und zu Deinen Ungunsten aussagen will.«

Diese Worte wirkten wie ein Donnerschlag, Cec… geriet in furchtbare Erregung und wollte von Scar… Genugthuung verlangen, aber ich hielt ihn zurück und sagte:

»Cec…, höre zu; wir wollen vor dem Militärgericht eine schöne Posse aufführen: Du darfst nicht sagen, daß Du die Absicht des Scar… kennst; ich werde mich bei dem Wirt erkundigen, ob er im Auftrage Scar…'s einen Brief an Liur…'s Verteidiger besorgt hat, und wenn das der Fall ist, mußt Du in Deiner Aussage dieses Abenteuer des Scar… erzählen und mich und den Wirt als Zeugen anrufen; auf diese Weise wird er entlarvt sein und als Verleumder erkannt werden.«

»Vorzüglich, M…, vorzüglich ausgedacht.«

»So bleibt es dabei.«

Der Verhandlungstag war herangekommen, wir waren zehn Zeugen, darunter der Wirt; wir warteten im Zeugenzimmer. Ich rief Cec… zu mir heran und sagte:

»Es ist alles wahr, der Wirt vertraute mir an, daß er vor einigen Tagen in Scar…'s Auftrag einen Brief an Liur…'s Verteidiger besorgt hat. Vergiß nicht, Cec…, alles vor Gericht zu erzählen und rufe mich und den Wirt zu Zeugen an.«

Die Zeugen wurden aufgerufen, endlich auch ich. Ich sagte aus: