»Unmöglich!«

Tags darauf reiste mein Gefährte nach Ancona ab; ich fuhr nicht mit, nicht eigentlich um mir Bologna anzusehen, sondern weil es mir Vergnügen machte, allein und von niemandem gekannt, zu reisen.

Nach vier Tagen fuhr ich nach Ancona, und depeschierte an meinen Bruder um Geld, worauf ich eine telegraphische Anweisung über zwanzig Lire empfing; dann reiste ich weiter.

In Taranto blieb ich zwei Tage, hier schrieb ich in mein Taschenbuch, daß ich auf Ministerialerlaß vom 7. Juni 1881 am 14. Juni 1881 auf dauernden Urlaub entlassen sei; in Bari hielt ich mich zwei Tage auf, von Foggia aus telegraphierte ich wieder an meinen Bruder um Geld; hier blieb ich sechs Tage, da ich einen Unglücksgefährten traf, mit dem ich in Lucera zusammen im Gefängnis gewesen war. Am siebenten Tage ging ich zum Bahnhof; gerade wollte ich nach Polenza abfahren, als der Schaffner, welcher die Fahrkarten zu durchlochen hat, mich nach meinem Billett fragte, und nachdem ich es ihm gezeigt hatte, sagte:

»Sie sind Soldat?«

»Ja.«

»Und haben Sie die Erlaubnis, in Zivil zu reisen?«

»Nein.«

»Nun, dann ziehen Sie Uniform an, oder bezahlen wie jeder andere Zivilist, so kann ich Sie nicht mitfahren lassen.«

Ich widersprach, der Kontrolleur kam herzu und gab mir unrecht. Ich mußte aussteigen und überlegte was zu thun sei. Ich hätte mich ja bei der Militärbehörde melden können, aber in meinem Paß war angegeben, daß ich wegen schlechter Führung unter Aufsicht stand.