O Serraglio (die Kaserne der ersten Strafkompagnie), wo ich meinen Namen in Blut niedergeschrieben habe, ich grüße Dich! Möge in deine düstern Höhlen, wo das Eisen des Despotismus die Fäden des Lebens im Frühling der Jahre und in der Blüte jugendlicher Hoffnungen zerschneidet, eines Tages auch der Ruf der Freiheit denen ertönen, die unter der Schändlichkeit dulden!

Lebt wohl, ihr belaubten Haine, die ihr gegrünt habt und verwelkt seid wie meine Schmerzen, lebt wohl ihr Felder, die ich mit meinen Thränen betaute.

Leb' wohl, du trübe Woge der Adria; wie oft hast du im schäumenden Strudel deiner ewigen Fluten meine Thränen, das Echo meiner Leiden, hinabgezogen! Ich grüße dich, unseliges Gestade!… Und wenn mir eine Erinnerung in die Seele geprägt ist, so wird es die von der Qual sein, welche ich erlitt unter der drückenden Herrschaft der Tyrannen und der blutdürstigen Hyäne, des Hauptmanns Alessandro Ter… –

Er sei tausend Mal verflucht! –

Unter der Herrschaft eines Despoten, der Italiens Volk knechtet, daß die blumige Erde rot von Blut und feuchten Thränen wird, jene Erde, welche die Wiege der Künste und Wissenschaften sein sollte, die immer wieder unter dem Zepter der Gemeinen gebeugt und dem Gelüst nach feilem Ruhme geopfert wurde.

[Vierter Teil.]
Getäuschte Hoffnungen.[64]

Vorbemerkungen.

Der Mensch denkt, Gott lenkt.

Besser, den Teufel zur Seite haben, als ein schlechtes Weib.