Unselig der Gatte, der sich des Friedens willen dem Unterrock beugt.

Wer Pech angreift besudelt sich.

An mein liebes Söhnchen Francesco Antonio.

Mein einzig geliebter Junge![65]

Dies ist der dritte und vielleicht der letzte Brief, den ich Dir hinterlasse, und ich glaube, dies ist auch der letzte Teil meiner Erzählung, mit dem ich die traurigen und seltsamen Abenteuer meines Lebens abschließe.

Meine Angehörigen quälten mich furchtbar, fortwährend lebte ich in Aufregung, sie beleidigten mich durch rauhe Worte und reizten mich auf tausenderlei Weisen, würdig einer Vettel, würdig der Tochter Spilingas, die von dem berüchtigten Ruina und den Schweinehändlern von Monte Poro großgezogen ist.

Deine Landsleute werden einmal entscheiden zwischen mir und dem elenden Scheusal, der mein Bruder heißt, dem ehrlosen, ruchlosen, engherzigen, verräterischen Wicht; die Gesellschaft wird, wenn meine Erzählung das Licht erblicken wird, urteilen über meine Handlungen und die des niederträchtigen Michele M…, über das unsaubere Betragen seines würdigen Weibes, der Schülerin des berüchtigten Ruina, der berühmten Tochter des berühmten Schweinehändlers von Poro, des Weibes, das sittenlos, geschwätzig, schmutzig, unwürdig ist, den geheiligten Namen Mutter zu tragen, wie wir im Verlauf dieser Erzählung sehen werden.

Alles wirst Du hören, mein lieber Francesco, und Deine Landsleute werden es bestätigen.

Tötlichen Haß sollst Du hegen gegen diese gemeine Brut, ich befehle es Dir; bekämpfe sie, wenn Du kannst, bis ins zehnte Glied und Deinen Söhnen, Deinen Enkeln übermache mein Gebot; ein ewiger Vernichtungskrieg muß zwischen beiden Familien herrschen, das befehle ich Dir, bis von Deinem oder von ihrem Geschlecht kein Sproß mehr übrig ist – dann werde ich vom Höllenrand aus Dich segnen, werde Deine Kinder und Kindeskinder segnen und mein teuflisches Lachen wird die Kommenden erbeben lassen.