»Ja«, sagte sie mit erloschener Stimme, »das haben wir gemacht.«
»In welcher Weise, wenn man fragen darf?«
»Wir haben Euch Beiden alles vermacht.«
»Aber in welcher Weise?«
»Wir haben Euch Beiden alles vermacht.«
Mehr konnte ich nicht herausbringen; aber als wir heim gingen, fragte ich sie noch einmal und drohte ihr, wenn sie es mir nicht sagte, sie auf der Straße zu lassen und allein nach Hause zu gehen.
Da erfuhr ich, daß sie alles meinem Neffen Francesco Antonio, dem Sohn des Michele M… vermacht hatten; auf Anraten des Kanonikus Scord…, ihres Beichtvaters, den Michele M… dazu gebraucht hatte, war das erste Testament umgestoßen worden.
Eines Tages saßen wir bei Tisch, die eine Tante nahm das Essen wie gewöhnlich mit den Fingern aus der Schüssel.
»Scher' Dich vom Tisch, geh und friß' mit den Schweinen!« rief Donna Michela.
Diese Unverschämtheit empörte mich nicht wenig, und der elende Schwachkopf Michele stimmte ihr zu; das durfte die dreckige widerliche Tochter des Schweinehändlers von Monte Poro wagen, die arme alte Nonne so anzureden, die Tochter des verstorbenen Antonino M…, genannt der Baronetto! Ich war still aus Klugheit, aber ich stand im Begriff, ihr einen Faustschlag auf ihre dicke Nase zu versetzen.