Was war zu thun?

Wir beschlossen, das Los zu werfen, und wer herauskam, sollte die Mauer sprengen, sich rasch auf die Schildwache stürzen und sie niederschlagen, ohne daß sie Alarm machen konnte. Nachdem wir gelost hatten, wollte das Schicksal, daß ein gewisser Luigi Martelli aus Catanzaro bestimmt wurde, der zu zwanzigjähriger Zwangsarbeit verurteilt war; der zweite sollte ich sein, dann die andern der Reihe nach.

Den ganzen Tag beratschlagten wir, jeder von uns war mit einem langen dreieckigen Dolch bewaffnet.

Abends kam der Wärter zu dem gewöhnlichen Besuch, zählte die Gefangenen, und als er vor dem Gefangenen Farabella vorbeikommt, öffnet dieser die Tabaksdose, die er in der Hand hatte und sagt zu dem Wärter:

»Herr Ciccio, nehmen Sie eine Prise?«

Ciccio nahm die Prise und sagte:

»Ich danke, Farabella.«

Er ging auf den Abtritt, untersuchte die Mauern und entfernte sich.

Es konnte ungefähr sechs Uhr sein, als eine Abteilung Soldaten mit aufgepflanztem Gewehr und Karabinieri das Haus umstellten. Die Thür unseres Zimmers öffnet sich, es tritt der Chef mit zehn Karabinieri mit aufgepflanztem Bajonett herein, wir müssen uns paarweise in Reihen aufstellen, wir werden untersucht und es wird entdeckt, daß wir mit langen Dolchen bewaffnet sind.

Der Anführer stößt von außen mit einem Gewehrkolben gegen die Mauer des Abtritts und die schwache Kalkkruste geht in Stücke.