Alle reihten sich um Pescari und bestürmten ihn mit camorristischen Fragen und Redensarten.

»M…, M…, heute giebt's ein Fest; alle Teufel! Der volle Korb, die gute Waare, Wein aus Barletta! M…, M…, hier ist Ihr Fenchel und Ihr halber Liter!«

Es war der Wirt, der aus vollem Halse brüllte, daß es in der Wölbung widerhallte.

Ich eile an das Gitter und nehme den halben Liter Wein, meinen Becher und den Fenchel entgegen. Dieser halbe Liter und der Fenchel wurden mir täglich von dem Wirt verehrt.

Jeder meiner Leser wird wissen wollen, warum der Wirt mir den halben Liter und den Fenchel verehrte, nicht wahr?

Eure Neugier soll befriedigt werden.

Als ich zuerst in das Gefängnis gebracht wurde, hatte ich einen Streit mit dem Wirt gehabt wegen zwei Soldi Tabak, der nicht richtig im Gewicht war; ein Wort gab das andere, bis ich ihm den Becher über den Kopf schlug, daß er fast in Stücke ging; von da ab konnten meine Genossen ihn nicht mehr sehen; jedes mal, wenn er kam, erscholl es aus allen drei Zimmern:

»Hinaus mit dem Schuft, hinaus mit dem Lump!«

Der Direktor rief mich und bat mich, dem Wirt zu verzeihen und dafür zu sorgen, daß meine Gefährten ruhig seien, sonst müßte er den Wirt wechseln.

Der Oberwärter rief mich in Gegenwart der Wärter, wir blinzelten uns zu, und er sagte mir: