»Zweiundzwanzig,« antwortet er.
»Zweiundzwanzig,« wiederholte der Vorgesetzte.
Er wollte gehen, als Paolo Pescari, der famose Picciotto der Camorristen in Foggia, derselbe, welcher den Mut gehabt hatte, mir gegenüber zu treten, um mich nach den Regeln der Camorra zu fragen[21], der, welcher sich als »Guappo« aufspielte mit der schief aufgesetzten Mütze, aus der Thür floh und zwischen den Soldaten hindurch in das Wachtzimmer lief, indem er rief:
»Hilfe, Hilfe, sie wollen mich ermorden!«
Die Wärter und der Oberwärter eilen hinzu, fassen ihn und fragen ihn, was er habe, welches Gespenst er gesehen habe.
»Ich will nicht in diesem Zimmer bleiben, die Kalabresen wollen mich ermorden.«
»Dann laßt sein Bett in das andere Zimmer schaffen,« befahl der Oberwärter, »und er möge zu seinen Genossen kommen, wenn ihm schon der kalabresische Dialekt nicht gefällt; aber eigentümlich ist es, heute Morgen schienen sie so befreundet und jetzt liegt das Gegenteil vor; oder er ist betrunken: er hat dreißig Lire ausgegeben, um sich mit seinen Freunden lustig zu machen und ein Glas in ihrer Gesellschaft zu trinken, und jetzt läuft er in das Zimmer und schreit, daß sie ihn ermorden wollen. Ja, in der That, nett, sehr nett: entweder ist er verrückt oder betrunken – oder M… ist ein vollendeter Schurke.«
Paolo Pescari wird mit seinem Bett in das andere Zimmer gebracht, und wir schrieen:
»Hoch der Picciotto der Camorristen aus Foggia, der Lumpenbande. Hinaus mit dem Schuft; Dir haben wohl die fünf Lire gefallen, Du Kanaille; aber jetzt hast Du mit uns zu thun; aber glaube es, wir werden uns wiedersehen!« und Heulen, Pfeifen und Grimassen begleiteten ihn triumphierend in das andere Zimmer.
Es war ein Teufelslärm, der Wärter konnte nicht mehr lachen und rief: