Junge Vögel.

1. Rebhuhn. 2. Turmfalke. 3. Taube.

Die nächsten Federn sind ganz anders. Sie sind flach und viel steifer. Die Federstrahlen wachsen nur an zwei Seiten des Schaftes. Sie sind gefärbt, und man kann nun sehen, ob die Taube weiß oder farbig werden wird.

Es sind dies die Deckfedern, die bei den meisten Vögeln so schön sind. Sie wachsen nicht am ganzen Körper des Vogels. Wenn man die Federn eines toten Vogels zurückschiebt, so wird man sehen, daß sie nur an gewissen Stellen wachsen und den übrigen Körper mit bedecken.

Inzwischen sind auch die langen Flügel- und Schwanzfedern gewachsen. Die für die Spitze des Flügels bestimmten wachsen an der Hand, die für den Rand des Flügels auf dem Arm zwischen Handgelenk und Ellbogen und über diesen stehen die kleinen Federn wie Ziegeln auf dem Dache und wachsen bis dicht an die Schulter heran, um den Flügel rund und fest zu machen.

Die Federn des Flügels.

s Schulter. e Ellbogen. w Handgelenk.

Befühle eine der langen Schwungfedern. Sie hat einen starken Kiel in der Mitte, der nach dem Ende hin spitz zuläuft, so daß die Feder sich biegen kann. Nun versuche, die Strahlen auseinander zu ziehen. Du wirst finden, daß sie zusammenkleben, als ob sie geleimt wären. Dies kommt daher, daß sie winzige Häkchen haben, durch die sie miteinander verbunden sind. Wenn nun die Flügel die Luft schlagen, so kann diese nicht durch die Federn hindurch, um so mehr als die schmale Seite einer jeden Feder über der breiten Seite der nächsten liegt.