Es gibt viele Spinnen auf der Gemeindeweide, die keine Gewebe spinnen, obgleich sie an einem Faden hängen. Sie springen auf die Fliegen und Käfer am Boden und heißen „Springspinnen“.
Die weiblichen Springspinnen tragen ihre Eier in einem runden Sacke bei sich. Peter fing eine von ihnen, als sie mit diesem weißen Ball unter ihrem Körper dahinlief. Er nahm den Ball fort und legte ihn auf den Boden. Als er die Spinne los ließ, lief sie herzu und ergriff ihn. Er nahm den Ball dreimal fort. Jedesmal ergriff sie ihn wieder und lief zuletzt damit fort, ehe wir sie von neuem fassen konnten.
Eine Gartenspinne am Brombeerzweig.
Lektion 2.
Das Nest des Spechtes.
(Zweites Vollbild.)
Eines Nachmittages lagen wir im Walde im Schatten der Bäume. Alles war still, als wir plötzlich einen sonderbaren Schrei hörten. Es war, als ob jemand mit jauchzendem Lachen frohlockte: Kjück kjück kjück oder Glück glück glück glückglücklik. „Das ist der Specht“, sagte Grete. „Seid still und paßt auf, was er tun wird.“
So lagen wir ganz still unter dem Baume. Bald kam der Ton näher, und ein großer schwerfälliger Vogel, größer als eine starke Drossel, flog auf uns zu. Es war ein schöner Vogel. Seine Flügel und seine Brust waren grün. Der Schwanz war gelbgefleckt. Sein Kopf war rot, und auch am Halse hatte er einen roten Streifen. Der Schnabel war lang und grau. Er kam ganz dicht zu uns herangehüpft. Dann saß er still, und eine lange glänzende Zunge kam aus seinem Schnabel und wurde so schnell wieder zurückgezogen, daß wir sie kaum sehen konnten.
„Er frißt Ameisen“, sagte Grete. „Die Spitze seiner Zunge ist klebrig, und damit zieht er sie in seinen Schnabel.“