Toni: Ich bitte Dich! — Ich bitte Dich! —

Wendt (sie ansehend. Auf’s Tiefste erschüttert. Hat ihre Hand ergriffen. Demüthig): Toni! — O, was bin ich gegen Dich! — Wie muss ich mich vor Dir schämen! ...

Toni (abwehrend): Ach ... (Ernst.) Aber: wir dürfen nicht! Nicht wahr?

Wendt (sich abwendend): Du hast recht! (Hat ihre Hand wieder fallen lassen.) ... Ja! Du brauchst mich nicht! — Du bist gross und muthig und stark und ich so klein, so feig und — so selbstsüchtig! (Beschämt.) Ich — Thor ich! ... Ja! Du hast recht! — (Seufzt tief auf.) Wir dürfen nicht! ...

Toni (seine Hand ergreifend und ihm die ihre auf die Schulter legend; sieht ihm in die Augen): Nicht wahr, Gustav? ... Wir dürfen doch nicht nur an uns denken?!

Wendt (im tiefsten Schmerz. Ihre Hand drückend): Ach! — Mädchen! —

Toni: Du bist so gut gewesen! ... Du hast’s so gut mit uns gemeint! ...

Wendt (gequält): Ist denn nur keine, keine Möglichkeit?! ... Herrgott!! ...

Toni (schmiegt sich an ihn): Siehst Du: ich muss ja doch auch aushalten!

Wendt (schmerzlich): Toni! — Toni! —