Zu meiner Ausrüstung gehörten überdies drei photographische Apparate mit 158 Dutzend Trockenplatten und dem ganzen Zubehör zum sofortigen Entwickeln, Fixieren usw. der Negative.

Das Material zum Sammeln war mir von der Naturhistorischen Abteilung des Britischen Museums geschenkt worden, der ich alle Tiere und Pflanzen, die ich auf meiner Reise sammeln würde, versprochen hatte zu übergeben.

Ich besaß zwei vollständige Ausrüstungen von Instrumenten für astronomische Beobachtungen und für topographische Aufnahmen, von denen die eine mir von der Royal Geographical Society geliefert worden war: unter anderm einen sechszölligen Sextanten, ein Instrument zur Höhenmessung mit Siedepunkt-Thermometern, die eigens für sehr große Höhen konstruiert waren; zwei Aneroidbarometer, eins für 6000 Meter, das andere für 7500 Meter; drei künstliche Horizonte (einer mit Quecksilber, die andern aus Spiegelglas mit Wasserwagen), ein starkes Fernrohr mit astronomischem Okular und Stativ, einen prismatischen, einen leuchtenden, einen schwimmenden und zwei Taschenkompasse; Maximum- und Minimumthermometer, einen Kasten mit Zeichengerät; Transporteure, Winkel und Bandmaße, ein silbernes wasserdichtes Halbchronometer und drei andere Uhren, Millimeterpapier in Büchern und großen Bogen, einen Raperschen sowie den Nautischen Almanach für 1897 und 1898.

Um auch den künstlerischen Zweck meiner Expedition nicht zu vernachlässigen, hatte ich mich reichlich mit Mal- und Zeichenutensilien versehen, und ich hoffe, die diesem Buche beigefügten Skizzen werden einen Beweis dafür liefern, daß ich diesen Vorrat nicht vergebens mitgenommen hatte.

Ich hatte mich mit einem sehr leichten Gebirgsschutzzelt von zirka 2 Meter Länge, 1,20 Meter Breite und 1 Meter Höhe versehen.

Da ich an Reisen dieser Art, wie ich sie vorhatte, schon gewöhnt war, beschloß ich, als Bettzeug für mich nur eine Kamelhaardecke mitzunehmen.

Auch meine Kleidung beschränkte ich auf ein Minimum und ich änderte auf der ganzen Reise nichts daran. Das einzige Stück, dessen Verlust ich beklagte, war mein Strohhut, den ich auf den Höhen des Himalaja ebensowohl trug wie früher in den glühenden Tiefebenen, weil er mir immer als die bequemste Kopfbedeckung erschien. Er wurde mir durch das Ungeschick eines meiner Leute verdorben, dem ich ihn gegeben hatte, um darin das Geschenk eines befreundeten Schoka, einige Schwaneneier, zu tragen. Er fiel mit ihm oder auf ihn, und die Beschädigung und Vernichtung des Transportmittels wie der Ladung war die Folge. Daraufhin ging ich gewöhnlich barhäuptig, da ich nur noch eine kleine unbequeme Mütze hatte. Ich trug mittelstarke Schuhe ohne Nägel und ging immer ohne Stock. Dieser großen Leichtigkeit meiner persönlichen Ausrüstung habe ich es, wie ich glaube, zu verdanken, daß ich imstande war, eine der größten Höhen zu ersteigen, die jemals von Menschen erreicht worden ist.

Für meine Ausrüstung mit Arzneimitteln gab ich nur 2 Mark 50 Pfennig aus, da ich überzeugt bin, daß ein Mensch, der unter natürlichen Bedingungen naturgemäß lebt und sich viel körperliche Bewegung macht, von Arzneien nur sehr wenig Nutzen haben kann.

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So machte ich mich denn auf den Weg.