„Habt ihr keinen Arzt?“ frug ich weiter.

„Arzt? Nein, der kommt nicht zu uns. Vor drei Tagen war der Thierarzt hier, der drüben die kranke Stute behandelt, aber er ging gleich wieder fort und sagte, da könne er nicht mehr helfen!“

Sie schauerte zusammen vor Frost.

„Es ist so kalt hier und mich hungert so!“

Sie wies mit dem Finger auf den Fußboden, da lagen in einer Ecke einige geschälte, kalte Kartoffeln.

„Das lassen mir die Eltern hier, wenn sie in der Frühe zur Arbeit gehen, aber der Herr giebt uns kein Holz, um Feuer zu machen, und so müssen wir’s kalt essen.“

„Sonst hast Du nichts für Dich und den Kranken?“

Sie blickte verwundert auf, dann schüttelte sie wieder den Kopf.

„Wir essen nie etwas anderes!“

Ich hatte genug gehört.