10. Capitel.
Eine verhängnißvolle Botschaft. — Eine Audienz beim „Herrn“. — Die Production wird eingestellt. — Der Sturm bricht los. — Des Urahnen Hochzeitsreise. — Das Ende der capitalistischen Wirthschaft.
Zu später Abendstunde langte ich bei Elly wieder an. Meine Braut kam mir schon im Vorflur entgegen und eine Centnerlast fiel mir vom Herzen, als ich sah, daß sie gesund und blühend vor mir stand, wie sonst.
„Wo ist der Vater, Elly?“ fragte ich nach der ersten zärtlichen Begrüßung. „Er hat mich telephonisch zurückberufen!“
„Er wartet auf Dich in seinem Schreibzimmer,“ entgegnete Elly. „Ich weiß nicht, was vorgefallen ist, aber es muß etwas Schlimmes sein, denn Vater macht ein furchtbar ernstes Gesicht. Es liegt wie ein Alp auf uns Allen!“
Als ich das angedeutete Gemach betrat, erhob sich mein Schwiegervater von dem Schreibtisch, an dem er saß und streckte mir die Hand entgegen. Sein Antlitz war außergewöhnlich blaß und ernst.
„Gut, daß Du kommst,“ sagte er und lud mich ein, Platz zu nehmen. „Ich bedarf Deiner Hülfe, denn es gehen Dinge vor, für die meine Kraft nicht ausreicht.“
Er holte tief Athem und fuhr nach einer Pause fort:
„Heute Nachmittag war ein Geheimsecretär des ‚Herrn‘ bei mir.“
„Des Herrn?“ frug ich erstaunt. „Welchen Herrn meinst Du?“