Zum Schreien komisch sahen die Grenzsoldaten mit ihren grellfarbigen
Schürzen aus. Der drohenden Prügelstrafe wegen verzog niemand von der
Mannschaft auch nur die Miene. Die Kerle blieben ernst; sie lachten
unbemerkbar innerlich.

Der Hauptmann rückte mit der „Kultur“-Mannschaft aus; zu seiner Seite marschierte der Kompagnietrompeter(!) als Signalist für die — Kulturarbeit.

An der Schlagwand wurden die Soldaten, denen die Saateicheln in die
Schürzen gegeben worden waren, aufstellt. Am Flügel standen der
Hauptmann und der Signalist mit der Trompete.

Und nun begann die Setzarbeit als Schauspiel für Götter.

Auf einen Wink des Hauptmanns blies der Trompeter das verabredete erste Signal. „Habt acht!“

Genau griffen die Grenzer in die sackähnlich aufgebundenen Schürzen und erfaßten je eine Eichel.

Zweites Signal. „Eicheln hineinstecken!“

Im Nu bückte sich die Mannschaft, jeder Soldat steckte eine Eichel in den damals berühmt fruchtbaren Boden.

Drittes Trompetensignal. „Marsch!“

Die Soldaten traten einen großen Schritt nach vorwärts.