Eiskörner auf dem Weg und auf den wenigen Feldern brachten das Gespräch mit dem Župnik von Osekovo sofort in lebhafte Erinnerung. Und schwer fiel die Bitte um Aufnahme ins Pfarrhaus für die Nacht.

Doch der Pfarrer von Jelenska gornja ließ von Verdruß oder übler Laune nichts merken, hieß den Gast herzlich willkommen und reichte das Bilikum mit aller feierlichen Umständlichkeit und einer Ansprache, die in der Bitte ausklang, oft und zu jeder beliebigen Stunde bei Tag oder Nacht einzukehren in dem Hause, das von diesem Augenblick an Eigentum des Gastes sei.

Was das Haus, das einsame Dorf im weiten Forst bieten konnte, wurde
freudig gegeben. Fröhlich war die Unterhaltung bei erstaunlich gutem
Wein. Vom Hagelschlag wurde kein Wort gesprochen, hingegen von der
Notwendigkeit ausreichender Versorgung mit Lebensmitteln, da auf viele
Meilen ringsum nichts zu haben sei….

Mit Sitte und Brauch in katholischen Pfarrhäusern vertraut, wollte der Forstkommissär frühmorgens der vom Pfarrer zelebrierten Messe im Kirchlein beiwohnen und dadurch den Hausherrn gebührend ehren. Vergebens wartete Günter in seiner Stube auf das „Zusammenläuten“ aller Glocken als Zeichen für den Beginn des Gottesdienstes. Die Glocken blieben stumm.

Um etliche Minuten verspätet kam der Beamte in die Kirche.

Hinterdrein beim Frühstück im Pfarrhause fragte Günter, warum das allerorten übliche „Zusammenläuten“ unterblieben sei.

Der Župnik lachte. „Strickmangel!“

„Was? Keine Stricke an den Glocken? Warum?“

Abgerissen von den erbosten Bauern!“

„Abgerissen? Weshalb denn?“