„Was sind sie?“
„Stolfunktionäre, Stol ist gleich Tisch! Zu Ehren des hohen Gastes bin ich der untertänigste stolaravnatelj das ist der Tischdirektor oder Rektor; der kleine Tune, der Anton, ist der fiskus mein Stellvertreter; hingegen der große schwarze Gliša (Gregor) wird sein beschäftigungslos in seinem Tischamt! Gehorsamst aufzuwarten!“
Zunächst erkannte der Kommissär die Notwendigkeit, einen Trinkspruch auf den Hausherrn auszubringen.
Große Freude darüber, die auch nach — außen hin kundgegeben wurde, indem der jüngste Sohn des Hausherrn abermals die Glocken der Kapelle erklingen ließ.
Dann bat der „Fiskus“ um die hohe Ehre, ein Glas auf das Wohl des Herrn Forstkommissärs leeren zu dürfen. Gläserklingen, Glockenhall hinaus in die stille Nacht.
Günter wollte nun den andern Waldwärter ermuntern, sich mit einem Glase
Wein an der Tafelfreude zu beteiligen.
Doch erschreckt, wiewohl geehrt und freudeglänzend, wehrte Gliša ab mit den Worten. „Nicht möglich!“
„Warum? Ist Er denn abstinent oder Türke, der Wein nicht trinken darf?“
Dem befragten Waldwärter rutschte die Wahrheit heraus, die nicht gesagt werden sollte „Jesam vunbačitelj!“[10]
Im Antlitz Kusters spiegelten sich Angst und Zorn; die Blicke kündeten Rache. Um wenigstens für den Augenblick lästiger Fragerei zu entrinnen, holte Kuster „besseren“ Wein. Die zwei anderen, dienstlich stramm am Tische stehenden „Funktionäre“ begriffen die Situation völlig und verstanden jetzt nicht mehr — Deutsch.