„Halten zu Gnaden, Herr Kommissär? Würden die Gendarmen bei unserem Hauswirt nur ein einziges Mal nach unrechtmäßigem Fleischbesitz — schnüffeln, so bekommen sie zeitlebens in Jesenaš — nichts mehr zu essen! Der Hunger tut aber auch den Gendarmen weh im großen Forst, wo auf Meilen im Umkreise nichts, gar nichts zu haben ist….“

„Na, schön! Und die Waldhüter und die Förster?“

„Sie müssen aus gleichen Gründen schweigen und zum schlauen Krämer halten, der für alle und für alles sorgt. Er ist ein ‚anständiger Gauner‘, denn er nimmt von uns sehr wenig Geld. Er ist unser — Wohltäter! Er ist auch der Wohltäter der Gendarmen, überhaupt der gesamten Bevölkerung auf der ganzen Gorievica. Das ‚Glück‘ im Waldmeer ist er, denn er sorgt für alle und für alles!“

„Was sagen denn die Behörden zu diesem — Skandal?“

„Euer Hochwohlgeboren wollen gnädigst bedenken: das Fiskalat hat keine Ursache, sich dreinzumischen, denn der Krämer von Jesenaš bezahlt für die Bevölkerung der Gorievica gewissenhaft die — Steuern!“

„Die Gespanschaft…“

„… bekommt Gendarmenberichte, die zu den Akten genommen werden. Da in den wenigen Walddörfern Gendarmen nicht stationiert sind, nicht untergebracht werden können, haben Inspektoren in den Walddörfern nichts zu tun.“

„Aber die Popen?“

„Sind sehr dankbar, wenn sie für wenig Geld viel frisches Fleisch bekommen, außerhalb der langen Fastenzeit der Griechen! Es ist schön und ehrenwert, daß die Griechen die Abstinenz genau einhalten, vierzig Tage hungern, nur am Abend etwas von den getrockneten Fischen essen, die der Krämer bündelweise aus Ungarn bezieht und auf — Pump verabreicht! Abrechnung erfolgt später: Fleisch für Fische!“

„Zum Kuckuck! Es gibt doch Gerichte auch in Kroatien!“