Die Folge der Lektüre dieses Berichtes war eine Depesche mit dem Auftrage, die angeblichen Falsifikate sofort an das Bezirksgericht einzusenden.

Sodann wollte Ehrenstraßer nach dem Paket greifen, auf dessen Adresse als Absender ein benachbartes Bezirksgericht genannt ist, da verlangte im Vorzimmer ein Bauer erregt nach dem Herrn Bezirksrichter, und Perathoner meldete, daß der Bauer Tobias Haid in dringlicher Angelegenheit den Herrn Gerichtsvorstand zu sprechen wünsche.

„Soll eintreten!“

Angesichts der großen Aufregung dieses Mannes hieß Ehrenstraßer selben sich setzen. Widerwillig gehorchte Haid, erhob sich aber schon beim nächsten Satze wieder.

„Sitzen bleiben!“ gebot der Richter.

Schwerfällig ließ sich der erregte Bauer in den Sessel zurückfallen und fuchtelte dabei mit den Armen wie verrückt in der Luft herum.

Das erprobte Mittel zur Beruhigung aufgeregter Leute verfängt bei diesem Menschen nicht, sitzend schweigt der Bauer.

„So bleib' halt stehen und erzähle!“

Der weitschweifigen Darstellung entnahm Ehrenstraßer, daß der Bauer Haid in verwichener Nacht auf der Straße zum Amtsstädtchen im finsteren Walde von einem Unbekannten angefallen und mißhandelt worden sei, und daß sich Haid nur durch schnelle Flucht habe retten können.

Der Richter notierte sich die Meldung, obgleich sie ihm unwahrscheinlich deucht. Eine Personalbeschreibung vermochte Haid nicht zu geben, es sei zu finster und der Schrecken zu groß gewesen.