„Marx Sittich ward Vater, ehe der Kardinalspurpur ihn bekleidete! Und
Rom ist nicht Salzburg!“

„Ausflüchte, weiter nichts! Was bei dem einen nicht strafbar ist, kann beim anderen zum mindesten geduldet werden! Und Wolf Dietrich kann das pater noster lateinisch beten! Kann das der Kardinal auch?“

„Das wißt Ihr auch?“ stammelte in maßloser Überraschung über solche intime Kenntnis römischer Verhältnisse Graf Lamberg.

„Nimmt Euch das Wunder?“

„Wenn ich denke an das Unmögliche: ja!“

„Was soll unmöglich sein?“

„Unmöglich ist, daß der gnädige Fürst solche Informationen selbst gegeben!“

„Meint Ihr?! Schlimm wäre es, sähe der Fürst in mir nicht auch die vertraute Freundin, mit der man alles bespricht. In diesem Teile hat eingelöst der Fürst sein Wort: zu teilen Thron und Leben mit mir! — Ihr möget viel von Politik mit dem Gebieter reden und geben manchen Ratschlag, eine Instanz steht dennoch über Eurer Pläne feingesponnenes Gewebe….“

„So existieret das Faktum eines Konseils in Seidenrocken?! Das wußt' ich wahrlich nicht!“

„Nun wisset Ihr's! Und Eure Wissenschaft will ergänzen ich: Seid Ihr fürder nicht für mich und den ersehnten legitimen Bund, so seid Ihr nicht Freund, seid Ihr ein Feind, und gegen Feinde werd' ich mich zu wehren wissen!“