Und als Thrinele mit Michel glücklich vereint war, da sagte Peter im Kreise der Hochzeitsgesellschaft, das Badischsein sei doch nicht so ohne, ihm habe Glück und Segen gebracht die — Herzogskerze.
Fußnoten:
[1] Die Bewohner des Hauensteins hatten sich im Mittelalter dank seiner kraftvollen Einungsverfassung zu einer Bauernschaft zusammengeschaart, die später sich energisch gegen Leibeigenschaft und jegliche Bedrückung, namentlich gegen die Hoheit des Klosters St. Blasien wehrte. Auf fiktive alte „Handfeste und Privilegy“ pochend wollten sie sich, nachdem es mit allerlei Mitteln gelungen war, sich von St. Blasien loszukaufen, auch der österreichischen Herrschaft gegenüber zur reichsunmittelbaren freien Bauerngrafschaft emporringen. Zu offenem Aufruhr rief der Einungsmeister von Birndorf, Johann Fridolin Albiez, der den Salpeter im Haunsteinschen Lande gewann und allgemein „Salpeterhannes“ genannt wurde, ein Mann von ungewöhnlicher Thatkraft und Rednergabe bei schier mystischer Hingabe an den Katholizismus. Albiez predigte das Märchen, daß der letzte Gaugraf Hans von Hauenstein Vogt gewesen sei und in seinem Testament beurkundet habe, daß die Grafschaft nach seinem Tode frei an Reich und Kaiser zurückfalle und reichsunmittelbar zu bleiben habe. Es sei nur der Kaiser Schutzherr des Landes, die Grafschaft aber frei, niemandem mit Pflichten unterthan. Diese Lehre verbunden mit altwiedertäuferischen Ideen entfachte mehrere sogenannte Salpetererkriege, die mit maßloser Erbitterung geführt wurden, schließlich aber mit völliger Niederlage der Salpeterersache und Verbannung der Hetzer nach Ungarn und Siebenbürgen endeten. Die Rückkehr einiger „Salpeterer“ aus Belgrad, durch die Gnade Maria Theresias, entfachte neue Erhebungen, ein Auflodern der Salpeterersache bis in den Beginn des 19. Jahrhunderts. Die Anhänger der Albiez, Riedmatter &c. hießen „Salpeterer“, die ruhigen Waldbewohner, die sich fügten in die Zeitverhältnisse und Ordnung hielten, wurden „Halunken“ gescholten und bitter verfolgt.
[2] D.h.: Es sind Unberufene oft in der Nähe.
[3] J.L. Meyer, Geschichte der Salpeterer, Freiburg 1837.
[4] So prahlte Albiez, in facto aber wurde er verhalten, binnen 24 Stunden Wien zu verlassen und der Landestelle in Freiburg die Beschwerden vorzutragen. Auch wurde er, heimgekehrt, für seine Lästerung gegen St. Blasien vom Waldvogt mit Gefängnis und dreißig Thalern gebüßt und erst nach abgelegtem Handgelübde: „Fürder wider St. Blasien nicht zu schimpfen,“ entlassen.
[5] Der Brief ist fiktif, es wurde sogar in den Wiener Kanzleien nach etwaigem Konzept nachgeforscht, aber nirgends etwas gefunden. Die Mär von diesem Brief diente lediglich als Agitationsmittel.
[6] Der Sicherungsbrief von 1720 sprach aus, daß trotz der Umwandlung des Wortes Leibeigen in Eigen alle bisherigen Pflichten erfüllt werden müssen.
[7] Wien schuf durch diese zweckwidrigen Maßregeln auf dem Wald heillose Zustände, eine horrende Gesetzlosigkeit und schürte statt zu dämpfen das Feuer des Widerstandes zu offener Rebellion, die denn auch 1728 zu Thatsache geworden ist, welche der neue Waldvogt Freiherr von Reischach nicht aufzuhalten vermochte.
[8] Eine Rotte völlig Fanatischer durchstreifte den Wald, raubte und plünderte und schuf grauenhafte Zustände. Dazu hetzten einzelne Schweizer (ein Prediger zu Wandach und der Advokat Dr. Lieder in Basel) die Rasenden zu wilden Gewaltthaten.