Eine jähe Röte fliegt über Kaspars Gesicht. Zum Beseitigen des Fläschchens ist's zu spät. Mit scheinbarer Gleichgültigkeit erzählt er, daß man heutzutage von Betteleien nicht verschont bleiben könne. Die Kräuterliese drinnen im Wald hätte ihm so ein Tränkchen geschickt, jedenfalls in der Hoffnung, ein ordentliches Trinkgeld dafür zu bekommen.

Gifter horcht auf. „Wie sagst, ein Tränklein von der Kräuterliese?“

„Ja, jedenfalls eine neue Art des Bettels!“

„Hm!“

„Was meinst, Gifter?“

„Du, Kaspar, das ist kurios! Mein Klärle hat das gleiche kriegt als
‚Gegengift‘!“

„Ah! Und hat sie's genommen?“

„Fuchsteufelswild ist 's worden!“

„So! Hat das Tränklein ihr nicht geschmeckt? Es ist nicht so übel zu nehmen!“

„Ah, hast es gar schon verkostet!“