„Ich, nein! Was dir nicht einfällt!“

„So? Woher weißt denn dann, daß es nicht so übel zu nehmen ist?“

Kaspar beißt sich ärgerlich auf die Lippen im Gefühle, sich verschnappt zu haben. Ablenkend fragt er, was Gifter von ihm wolle.

Der Alte merkt die Absicht, läßt aber nicht locker. „Du, Kaspar! Weilst vom ‚Gegengift‘ schon etwas genommen, könntest auch bereits etwas friedsameren Blutes geworden sein —“

„Ich, wieso?“

„Na, ich meine: Wenn 's Gegengift bei dir wirkt, dann wäre es an der
Zeit, daß du mein Maidle von dem Spottnamen befreien würdet!“

„Schickt dich Klärle?“

„Es wär' ihr Wunsch, daß du ihr den Spottnamen wegnähmest!“

„Ich will dir was sagen, Gifter: Daß Klärle von Haus aus nach dem Hofnamen Giftklärle heißt und ist, das wird sie leiden müssen, weil dein Hof halt der Gifthof ist. Den Spottnamen wird sie wohl tragen müssen, so lang sie so ‚giftig‘ bleibt. Will sie's geändert haben, so muß sie schon selber um gut Wetter bitten. Diplomatische Zwischenhändler brauchen wir nicht im Schwarzwald!“

„Kruzitürken!“