Doch was ist das? Klärle geht einen Schritt ihm entgegen, purpurn glühend, reicht ihm die Hand und sagt: „Grüß Gott, Kaspar!“
Jetzt zuckt es bei Kaspar, und das Herz will zerspringen. Seine Stimme bebt bei den Worten: „Du — du — wie ist mir denn — du, Klärle, bietest mir einen Gruß?!“
Mit zitternder Stimme sagt Klärle zur Freude des Vaters: „Ja, Kaspar!
Ich will gut machen, was ich verübt! Aber eine Bitte hab' ich an dich!“
Jauchzend kommt es von Kaspars Lippen: „Red, Klärle! Was ich thun kann, thue ich für dich!“
„Eine Bitte: Kaspar, nimm den Namen — du weißt schon welchen — von mir weg!“ Dabei sieht ihm das Mädel so lieb in die Augen, daß Kaspar es am liebsten in die Arme nehmen und abküssen möchte.
„Gern, Klärle! Wenn's dir nur was nützt!“
„Die Hauptsach' ist, daß du mich nicht mehr so nennst!“
„Das ist dir die Hauptsach'?! Ja, wie ist mir denn? Dann bist du mir ja gar nimmer bös'?“
Klärle, der die Augen wässerig werden, schüttelt den Kopf, daß die
Häubchenbänder flattern.
„Dann bist mir am End vor lauter „Gift“ gar gut 'worden?“