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Vom Pelagier begleitet hat Abt Alphons seine Kaufgeschäfte in Villingen erledigt, den Georgener Abt jedoch nicht angetroffen und daher sofort den Rückweg wieder angetreten. Eine innere Unruhe treibt ihn zur Eile, und Euseb hat Mühe, seinem Gebieter zu folgen. Reitet er jedoch Anhöhen im Schritt hinan, so läßt der Abt den Pelagier nahe an den Gaul herantreten, um ein Gespräch anzuknüpfen. Der sonst so stolze Abt hat das Bedürfnis, sich mit dem Pelagier, den er schätzen gelernt, auszusprechen. Wie treu besorgt der Pelagier um ihn gewesen ist auf der bisherigen Reise, ein Schützer und Diener, der auf nichts vergaß, was dem Herrn frommen konnte. Und wie der Mann an seiner Heimat hängt! Fast überkommt den Abt ein Bedauern, den zinspflichtigen Hörigen beim Tod seines Weibes so hart behandelt zu haben. Einer augenblicklichen Gefühlsregung nachgebend sagt der Abt: „Höre, Euseb! Du hast dich wacker gehalten! Ich will dir die Zinsziege wieder zurückgeben und anderes dazu!“
Der Hörige schüttelt den Kopf.
„Wie, du verschmähst die Gabe?“
„Verzeiht mir, Herr! Die Zeit ist anders geworden, ich kann Stallvieh jetzt nicht brauchen, bin zu wenig mehr zu Hause, kann es nicht betreuen.“
„Wie soll ich das verstehen?“
„Ich kann darüber nicht reden! Bald wird alles klar sein!“
„Du sprichst in Rätseln, Euseb!“
„Schafft die Franzosen fort, Herr! Befreit die Heimat von den
Blutsaugern, es ist höchste Zeit dazu!“
„Wenn es mir jedoch nicht gelingt?“