„Rasch servieren, Norbert! Und nur zwei Gänge! Nach Tisch bitte ich Sie, liebe Gussitsch, zu mir zu kommen!“

„Zu Befehl, Durchlaucht!“

Kein Wort wurde während des abgekürzten Lunches weiter gesprochen.

Für Martina war es leicht zu erraten, daß der neue Brief des Prinzen den Befehl veranlaßt haben werde. Einen drolligen Bericht vermutend, der wahrscheinlich abermals die hyperempfindlichen Nerven der Gebieterin irritiert, sah das Hoffräulein der Aussprache im Wohngemache mit voller Ruhe entgegen.

„Bitte schreiben Sie das Telegramm, das ich Ihnen diktieren werde!“

Gehorsam holte Martina das Schreibzeug und ein Telegrammformular und harrte alsdann des Diktates.

Sophie sann und überlegte. Und plötzlich diktierte sie die Adresse und den Text: „Brief erhalten, erbitte Heimkehr! Drahtantwort wegen Ankunft und Wagen zum Bahnhof Admont. Mama.“

Fräulein von Gussitsch schrieb die Worte.

Dann sagte die Fürstin: „Lassen Sie anspannen, fahren Sie mit dem Telegramm zum Bahnhof, damit Zeit gewonnen wird! Und studieren Sie die Fahrpläne der Schnellzüge, die mein Sohn benutzen kann!“

Martina gehorchte...