Gnugesser erhielt Auftrag, ein Verzeichnis der verheirateten Angestellten im fürstlichen Dienste anzufertigen und auszurechnen, wieviel gezahlt werden müsse bei einer Aufbesserung um zwanzig Prozent.
Einen Luftsprung vollführte Beni. Das Bäuchlein hüpfte. Und vor Freude schrie Gnugesser: „Vergelt’s Gott diese Wohltat!“
„Nur gemach! Erst die Berechnung! Dann muß ich die Angelegenheit prüfen, studieren, wie Gelder aus dem Ertrag des Herrschaftsgutes flüssig gemacht werden können! Denn aus der Privatschatulle wird Mama die zur Aufbesserung der Löhne nicht bewilligen!“
„Oh, gnädiger Herr! Geld soviel wie Heu können Sie herauszwicken, wenn überständiges Holz verkauft wird! Angebote haben wir genug, hiebreifen Bestand auch, nur die Erlaubnis zum Schlägern haben wir nicht – einstweilen!“
„Gut! Machen wir! Ich werde Mama schon umstimmen! Aber nun noch etwas: den geldhungrigen Eheweibern muß der Mund gestopft, die Lust zum Revolutionieren gründlich ausgetrieben werden!“
„Wie wollen denn gnädiger Herr dieses Kunststück fertigbringen?“
„Sehr einfach das: zehn Prozent der Aufbesserung liefert der Ehemann der Gattin als Nadelgeld ab! Wer damit nicht zufrieden ist, wer weiter hetzt und agitiert, wird entlassen!“
„Oha! Aber die Ehefrauen können doch nicht entlassen werden!“
„Die Weiber nicht, aber die in unserem Dienst stehenden verheirateten Beamten und Arbeiter!“