„Ah so wohl! Jetzt versteh ich, was Sie meinen! Wir Ehekrüppel bekommen durch die Aufbesserung eine Waffe, mit der wir die Revolution im Haushalt bekämpfen und niederringen können! Feine Idee das! Hätt gar nicht geglaubt, daß unser junger Prinz soviel Spiritus im Kopf hat! Jeß Maria, nichts für ungut; es ist mir gleich nur so dumm herausgerutscht!“ Und wütend auf sich selbst, schlug sich Beni auf den vorlauten Mund.
Belustigt sprach Prinz Emil: „Ist schon recht, Dickwanst! Ich bin wirklich nicht so dumm, wie ich aussehe! Die Idee zur Lösung der ‚Revolutionsfrage‘ gefällt mir selber, und ich glaube, daß den Weibern der Mund gründlich gestopft wird!“
„Wohl, wohl! Bis auf die gefährliche Krämerin in Hall! Diese Oberhetzerin steht nicht im fürstlichen Dienst, sie kann also auf die Herrschaften husten und pfeifen, wie sie mag! Und das wird sie auch tun! Und solang dieses Malefizweib hetzt, wird auch keine endgültige Ruhe eintreten!“
„So? Da bin ich anderer Meinung! Die Krämerin wird einfach boykottiert!“
„Wie denn das?“
„Zur Strafe für die Verhetzung wird der Boykott über die Krämerin verhängt! Wir kaufen nichts mehr bei ihr! Und wer von unseren Beamten und Dienern fürder den Bedarf bei der Krämerin deckt, wird entlassen! Merkt das die Krämerin, so wird sie, um nicht geschäftlich ruiniert zu werden, ganz gewiß zu Kreuz kriechen und jede Agitation einstellen!“
„Gott! Sie sind ein heller Kopf!“ Und wieder schlug sich Beni auf den Mund.
„Na schön! Nun gehen Sie heim und besorgen Sie mir so rasch als möglich die Aufstellung und Berechnung! Bis Mittag will ich alles in Händen haben!“
„Sehr wohl, gnädiger Herr! Aber was ist’s mit dem Inspektionsgang?“