„So! Es ist alles erledigt! Wenn Mama gestattet, werde ich euch begleiten und mit nach Frauenberg fahren!“

„Da du mitfahren willst, kann Martina zu Hause bleiben!“

„Aber nein! Die Gussitsch soll nur mitfahren! Das arme Wurm versauert ja ohnehin auf ihrem Kammerl! Das bissel Vergnügen einer Wagenfahrt ist ihr schon zu gönnen! Vorausgesetzt, daß es in dem Nest etwas zu schnabulieren gibt! Ich habe heute einen merkwürdigen Appetit auf Backhühner und Steiererwein! Da der – mündige Prinz von Schwarzenstein naturellement die Zeche zu berappen haben wird, dermalen aber – horribile dictu – nur über lumpige zehn Kroneln verfügt, muß ich die durchlauchtigste Fürstin-Mama um Ausfolgung von Moneten allergehorsamst bitten!“

„Ja freilich! Wieviel wird denn das Backhendl-Vergnügen kosten?“

„Hundert Kroneln werden vielleicht genügen! Nichts Gewisses weiß man nicht!“

„Was? Hundert Kronen?! Das ist ja ein ganzes Vermögen! Hundert Kronen für ein Backhendl? Entsetzlich! Unerhört teuer!“

Schmunzelnd meinte Emil, den das Gejammer Mamas belustigte: „Ach wo! Ein Hunderter ist ungefähr soviel, wie wenn ein Ochs ein Veigerl frißt!“

„Ach Gott! Diese Ausdrücke! Schrecklich! Sie gehen mir auf die Nerven!“

Die Audienz endete damit, daß die Mama, die vom Geldwert und merkantilen Dingen nicht viel verstand, dem Sohne ganze zwanzig Kronen gab, die Emil gelassen in die Westentasche steckte. „Danke! Jetzt aber muß auch Norbert mitfahren!“