„Verzeihung, Mama! Du meinst die Staatsräson! Für sie gilt allerdings dein Diktum immer und völlig! Bei mir wird es aber eine andere – Wurscht sein, da kommt die Staatsräson gar nicht in Betracht!“
„Gott! Diese Ausdrücke! Und dann dieses sonderbare Thema! Ich will nicht hoffen, daß du noch derlei gefährliche Absichten hegst! Du bist doch auch noch zu jung!“
„Oho! Bin schon vierundzwanzig Jahre alt!“
„Entschieden verfrüht!“
„Verzeihung, daß ich widerspreche.“ Wieder flog ein heißer Blick auf die vor Schrecken erbleichende Hofdame.
In italienischer Sprache mahnte Mama: „Laß doch dieses Thema fallen! Bezahle die Rechnung! Ich wünsche heimzufahren, möchte vor Ankunft Thurns zu Hause sein!“
„Nana! Welche ‚Pressiererei‘! Und die Backhendl, auf die ich mich so mächtig gefreut habe?“
„Bitte, rufe Norbert und erteile Auftrag, daß angespannt wird!“
Der Kammerdiener stand in einiger Entfernung dienstbereit und kam auf Emils Wink sofort herbei.