Gedehnten Tones sprach der Prinz: „Der Reisefourier soll seines Amtes walten! Abendessen abbestellen, aber bezahlen! Sogleich anspannen!“

Erstaunt fragte die Fürstin leise: „Was soll das mit dem ‚Reisefourier‘? Warum zahlst du nicht die Zeche?“

Emil lachte nun vergnügt: „Werde mir hüten! Die zwanzig Silberlinge befinden sich unsäglich wohl in meiner Tasche! Der bezüglich der nicht bewilligten Backhendl verunglückte Ausflug soll nur aus der hochfürstlichen Kasse bezahlt werden! Norbert als Fourier wird schon verrechnen! Ich habe Rübchen: ätsch – ätsch! Mamale ist reingefallen! Diesmal bin ich der Schlauere gewesen!“ Und lachend imitierte Emil das Rübchenschaben und verbeugte sich drollig.

Das geschah so nett und witzig, daß Mama nun doch lächelte und das Prinzlein einen ausgewachsenen Spitzbuben nannte.

Während der Rückfahrt attackierte Emil das Hoffräulein abermals mit heißen Blicken, rutschte quecksilbrig auf seinem Sitze hin und her und suchte Martinas Händchen zu erhaschen.

Dies bemerkte die Fürstin. Mit eisigen Worten bat sie den Sohn um ein anständiges Verhalten. „Später wird mehr zu sprechen sein!“

Martina erschauerte und war dem Weinen nahe.

Emil schien toll geworden zu sein. Er meinte: „Ach Gott! Wenn nötig, können wir sofort das Thema erörtern! Einmal muß es ja doch zum Klappen kommen!“

Scharf mahnte die Fürstin: „Still jetzt! Die Leute auf dem Bock haben Ohren! Bedenke, daß du Prinz Schwarzenstein bist!“

Emil verzog die Lippen und schwieg.