„Danke ergebenst! Mir ist nicht wohl!“

„Da wollen wir auf die dienstliche Besprechung verzichten! Gehen Sie sofort heim, schonen und pflegen Sie sich! Der Forstwart kann Ihre Vertretung übernehmen! Lassen Sie auch den Arzt kommen! Ich werde später Nachschau halten!“

„Vielen Dank! Es wird nichts von Bedeutung sein! Und den Holzverkauf zu guten Preisen dürfen wir nicht versäumen!“

„Machen Sie das alles nach Ermessen und Gewissen! Aber schonen und pflegen Sie sich! Nehmen Sie die Akten nur wieder mit! Apropos: Mama ist mit allen Vorschlägen einverstanden! Kann Ihnen im Vertrauen auch mitteilen, daß Mama viel auf den Fachmann Hartlieb hält!“

Erstaunt blickte Ambros auf. „Darf ich erfahren, wem ich das zu verdanken habe?“

„Das weiß ich nicht! Über die eingerissenen Übelstände hat mir Fräulein von Gussitsch gesagt, daß Sie der richtige Mann zur Sanierung seien und alles Vertrauen verdienen! Demgemäß habe ich bei Mama Vollmacht für Sie erwirkt! Nun aber Schluß! Sie zittern ja am ganzen Leibe! Wünschen Sie stärkende Tropfen oder Kognak? Donnerwetter, Mann, fallen Sie mir nicht um!“

Hartlieb mußte sich stützen, mit den Händen an einem Stuhle festhalten. Zuviel stürmte in dieser kurzen Spanne Zeit auf ihn ein.

Emil sprang in das anstoßende Speisezimmer, entnahm der Kredenz die Kognakflasche und brachte den stärkenden Schluck.

Dankend leerte Hartlieb ein Gläschen davon. Und dann verabschiedete er sich.