„Ah, Herr Faust! Con piacere, ecco!“ Ohne weiteres deutete die junge Dame auf die Gepäckstücke, und lächelnd rief sie Emil zu: „Rasch zu einem Wagen!“
Prinz Schwarzenstein mußte mitteilen, daß es keine Wagen gab im kleinen Admont und nur der Omnibus des Posthotels am Bahnhofe stehe.
Im Befehlstone, doch liebenswürdig lächelnd, sprach die junge Dame: „Dann besorgen Sie einen Wagen, aber rasch! Ich habe Eile!“
„Zu dienen! Aber Gnädigste können doch inzwischen nicht allein und schutzlos hier warten, bis ich mit dem requirierten Wagen komme! Gnädigste wollen mich ins Städtle begleiten!“
„Ob Herr Doktor Faust der richtige ‚Schutz‘ und Führer sein wird, steht denn doch zu bezweifeln! Besonders vertrauenerweckend sieht er nicht aus, der Herr Doktor Faust!“ Die junge Dame musterte mit drollig forschendem Blicke den Prinzen, der inzwischen das Handgepäck aufgenommen hatte.
„Oh, oh! Gnädigste können mir ruhig volles Vertrauen schenken, denn ich bin nicht Doktor Faust! Und Gnädigste sehen nicht – gretchenhaft aus, werden also auch nicht à la Gretchen einitappen!“
Das Fräulein kicherte belustigt und folgte dem seltsamen „Gepäckträger“, der nun vorschlug, den Hotelomnibus zu benutzen und im Hotel „Post“ einen Privatwagen zu mieten.
Es befremdete die junge Dame, daß Emil gleich ihr in den Hotelomnibus stieg. „Ich danke für Ihre Gefälligkeit, bedarf aber Ihrer Dienste nicht weiter!“
„Doch! Ich muß ja behilflich sein, damit Gnädigste rasch den gewünschten Wagen im Hotel bekommen! Deshalb fahre ich mit! Furierdienst ist meine Spezialität! Besserer Brettlhupfer!“
„So! Vermutlich im Dienst der Fürstin von Schwarzenstein, was?“