„Dem Pfarrer dürfte weniger das Gesetz, viel mehr die Revolutionierung der Ehefrauen eine böse Bescherung verursachen!“ meinte Martina, um doch auch etwas zu sagen und ein gewisses Interesse zu markieren.

„Apropos: Pfarrer! Teilen Sie dem Pater Wilfrid mit, daß er am 30. August, dem Todestage meines hochseligen Gemahls, ein feierliches Requiem zelebrieren soll! – So, da sind wir! Die armen Leute! Haben so lange auf das Essen warten müssen!“

Norbert kam gesprungen und nahm den Damen die Schirme ab.

„Nicht böse sein, Alter! Wir haben uns verplaudert!“ sprach liebenswürdig die Fürstin. „Gleich servieren! Hast du argen Hunger, Norbert?“

„Untertänigst zu dienen, Durchlaucht, dem alten Diener fällt das Fasten schwer! Ich bitte um Verzeihung...“

„Was hast du denn angestellt?“

„Ich habe mir eine Kleinigkeit in der Küche geben lassen!“

„Ganz recht! Sehr vernünftig! Hoffentlich war auch Hildegard so klug!“

„Gewiß, Durchlaucht! Mit gnädigster nachträglicher Genehmigung!“